Deutsche Meisterschaften im Halbmarathon am 14.4.2013 in Refrath

Spiridon-Frauenmannschaft (Tinka Uphoff, Birgitt Bohn, Anke Holljesiefken) holt Bronze bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften. Gold für W40-Mannschaft mit Birgitt Bohn (1:23;14), Anke Holljesiefken (1:23;17) und Karin Schenk (1:28;21) sowie Rang 1, 2 und 4 in der Einzelwertung, Tinka Uphoff nach langer Verletzung mit 1:22;17 auf Platz 18 der Hauptklasse, Hanna Rühl bei ihrem DM-Debüt mit 1:26;29 auf Platz 31 der Hauptklasse.

Am bis dahin wärmsten Tag des Jahres startete um 13 Uhr in Refrath das Rennen der Frauen und männlichen Senioren um die Deutschen Meistertitel im Halbmarathon. Die Strecke wurde als ein 4 Mal zu durchlaufender, flacher und windgeschützter Rundkurs angekündigt, der sich im Nachhinein mit einer seichten, aber langgezogenen Steigung pro Runde als nicht ganz so flach entpuppte.
Für Spiridon am Start standen Tinka Uphoff, Karin Schenk, Anke Holljesiefken, Hanna Rühl und Birgitt Bohn. Vera Martens musste verletzungsbedingt leider verzichten, und auch der Start von Tinka war aufgrund einer hartnäckigen Verletzung noch bis zuletzt ungewiss.
Unterstützt wurde das Fünferteam vor, nach und während des Wettkampfs von Kurt Stenzel, der an der Strecke wertvolle Motivationsarbeit leistete und Zeiten durchgab, sowie von Hicki, Martin, Moritz und Thomas, die an der Verpflegungsstelle Getränke anreichten - was von allen dankbar in Anspruch genommen wurde.
Anke, Birgitt, Hanna und Karin starteten das Rennen gemeinsam im gefühlten 4er Schnitt, Tinka ging das Rennen etwas zügiger an. Für Hanna war es der erste "richtige" Halbmarathon, lag doch ihr letzter Lauf über diese Distanz schon Jahre zurück. Zudem war es für sie das erste Deutsche Meisterschaftsrennen. Sie pulverisierte letztlich in Refrath ihre Bestzeit und verbesserte sich bei ihrem Debüt um satte 5 Minuten!
Tinka musste aufgrund ihrer verletzungsbedingten Trainingspause schon bald mit Problemen kämpfen, berappelte sich nach einem Zwischentief jedoch wieder und schloss das Rennen mit einer angesichts der Umstände für sie absolut zufrieden stellenden Zeit ab - und legte damit auch eine wertvolle Grundlage für die spätere Mannschaftswertung.
Anke, Birgitt und Karin waren angetreten, die Goldmedaille in der Mannschaftswertung der W40 zu ergattern und –wenn alles perfekt laufen sollte – auch den Deutschen Rekord in dieser Altersklasse. Der lag bei 4:14;42 und das bedeutete für die drei einen Kilometerschnitt von etwas über 4 Minuten. Ein Vorhaben, das zunächst als Viererteam mit Vera geplant worden war und zumindest für Anke und Birgitt Anfang des Jahres noch in weiter Ferne schien.
Aber nach einer intensiven Trainingswoche Anfang März mit Kurt in Andalusien und einem etwas regelmäßigeren Training rückte das Ziel in greifbare Nähe, und alle drei standen am Sonntag optimal vorbereitet am Start.
Doch leider läuft nicht immer alles nach Plan.
Während Anke und Birgitt 20 Kilometer der Strecke gemeinsam liefen- anfangs streng kontrolliert im 4er-Schnitt - und die Einzelplatzierung letztlich im Schlussspurt zwischen sich entschieden, lief es bei Karin an diesem Tag leider nicht so, wie man es bei ihrer guten Form erwartet hätte. Dennoch kämpfte sie sich eisern ins Ziel und ermöglichte dadurch nicht weniger als die Goldmedaille für die Mannschaft. In der Einzelwertung der Altersklasse sicherten sich die drei außerdem überraschend Platz 1, 2 und 4.
Gesteigert wurde die Freude dann nur noch durch die kaum zu erwartende Bronze-Medaille in der Team-Gesamtwertung hinter der LG Telis Finanz-Regensburg und dem LAZ Puma Rhein-Sieg.
Insofern gab es nicht allzu viel Zeit sich zu ärgern, und was den (letztlich um 12 Sekunden (!) verpassten) Deutschen Rekord angeht: Da wälzen wir bereits die Kalender, um einen Nachholtermin zu finden.

Birgitt Bohn

Alle Ergebnisse unter: http://www.leichtathletik.de/results/5643_refrath_1404.pdf

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