2009_dm_hm_aichachSpiridons Frauen erst Vizemeisterinnen, dann doch „nur“ Dritte. Birgitt Bohn Siegerin in der W35; Vera Martens (W40) und Petra Seibert (W50) jeweils Dritte. Ergebnischaos macht Korrektur der Ergebnislisten notwendig.

In den ersten Ergebnislisten und auch in der Tagespresse vom Montag wurden unsere Frauen auf Platz 2 der Teamwertung geführt. Das durch den Veranstalter und den DLV verursachte Datenchaos führte dazu, dass alle Ergebnislisten zurückgezogen und der Zieleinlauf nochmals ausgewertet wurde. Inzwischen liegt das Ergebnis offiziell vor, danach sind unsere Frauen nun auf Platz 3 bei den Teams geführt. Aus zehn Sekunden Vorsprung wurden korrigierte 26 Sekunden Rückstand auf die LG Eintracht Frankfurt. Trotz dieser Zurückstufung bleibt der Auftritt unserer schnellen Frauen, die in der Besetzung Birgitt Bohn, Vera Martens und Viera Böhler liefen, die bisher stärkste Leistung über die Halbmarathondistanz. Lediglich die Dauerkonkurrenz der LG telis-finanz Regensburg konnte sich mit über 11 Minuten Vorsprung deutlich absetzen Birgitt, Vera und Viera benötigten gemeinsam 4:11:29. Damit drangen unsere Frauen erneut in die Phalanx der von zahlungskräftigen Sponsoren unterstützten Leichtathletikvereine ein.

Bei erstmals in diesem Jahr wirklich warmen und schwülen Bedingungen blieben viele Starter und Starterinnen hinter ihren zu erwartenden Zielen leicht zurück. Zu dem war die Strecke mit ihren 4 Runden und einem etwa 500 m langen Abschnitt mit groben Kopfsteinpflaster nicht leicht zu laufen. Die erzielten Zeiten sind also nur bedingt aussagefähig, zu mal bei Meisterschaftsrennen mit Blick auf eine gute Platzierung taktisch gelaufen wird.

Schnellste unseres Trios war erwartungsgemäß Birgitt Bohn, die in einer Zeit von etwa 1:19:40 auf den siebten Platz der Einzelwertung lief. In ihrer AK, der W35, sicherte sie sich den Titel der deutschen Meisterin. Vera Martens, die 1:23:27 benötigte, lief auf Platz 3 in der AK W40. Komplettiert wurde das erfolgreiche Team durch Viera Böhler, die die 21,0975 km 1:28:22 lief. Das Podium in ihrer AK (W40) verfehlte sie leider um knappe 28 Sekunden.

Eine weitere Medaille konnte sich Petra Seibert, die in 1:34:08 auf Platz 3  in der AK W50 lief, sichern.

Hinter den Erfolgen der Frauen mussten die drei im Spiridontrikot angetretenen Männer deutlich zurückstehen. Allerdings war es hier auch die geschlossene Garde unserer M40er, die sich der Konkurrenz stellte. Etwa im Minutentakt liefen die drei ins Ziel. Schnellster war dabei Ingo Saatweber, der seit der letzten Saison eine enorme Leistungsentwicklung gezeigt hat. Er benötigte 1:18:56. Dahinter platzierte sich Rainer Knorpp, der in 1:19:35 ins Ziel kam. Am stärksten unter der Wärme litt offensichtlich Felix Pfleiderer, für den die Uhr 1:20:39 anzeigte, als er die Ziellinie erreichte. Die gemeinsame Zeit von 3:59:10 reichte immerhin zu Platz 6 in der Teamwertung.

Unterm Strich waren die Halbmarathonmeisterschaften für Spiridon ein wichtiger (Zwischen)Erfolg auf dem Weg zum Meisterschaftsmarathon am 10. Mai in Mainz. Dort wollen unsere Frauen wieder ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitreden.

Weniger erfolgreich wird der DLV diese Meisterschaft zu bewerten haben. Der zweitweise Ausfall der Zeitnahme führte zu zahlreichen Einsprüchen. Nun scheint letztlich das offizielle Ergebnis bei den Frauen und den männlichen Senioren in weiten Teilen auf der Basis der durch die von den Läufern und Läuferinnen angegebenen Zeiten und den individuell erfassten Zeiten der Kampfrichter ermittelt. Sicherlich wird jeder Kampfrichter das Regelwerk einhalten und sicherlich werden die Läufer und Läuferinnen die Fairness besitzen und die tatsächlichen Zielzeiten angegeben haben. Trotzdem bleibt der schale Geschmack, dass die Ergebnisse nicht als objektiv betrachtet werden können.

Bleibt zu hoffen, dass der DLV die Probleme mit der Zeiterfassung bis zur deutschen Meisterschaft im Marathon am 10. Mai in Mainz gelöst haben wird.

Offizielle Ergebnisse unter www.leichtathletik.de.

[Torsten Sigmund]