Bei der ersten Ausgabe des City Triathons am 5. September nahmen auch 25 Spiridoner erfolgreich teil. Für einige war es das Triathlondebüt, für andere der diesjährige Triathlonausklang und für einige eine Zwischenstation zum noch ausstehenden Jahreshöhepunkt.

Frankfurter City Triathon am 5. September

Der 1. Frankfurter City Triathlon (FCT) wurde in zwei Wettkampfformaten und einem Teamtriathlon ausgetragen:

Olympische Distanz: Swim 1,5 km Bike 43 km Run 10 km   
Jedermann Triathlon: Swim 0,4 km Bike 13 km Run 5 km

Eine Einteilung in die Startgruppen Elite, Frauen, und Männer ermöglichte nach dem Schwimmen eine gute Gesamtverteilung der Teilnehmer auf der komplett gesperrten Radstrecke. Sie führte vom Langener Waldsee nach Frankfurt hinein und dort in zwei Runden durch die „Weststadt“. Nach 45,5 km endete sie am Roßmarkt und führte auf die Laufstrecke (8,7 km) durch die Innenstadt.

Hauptverantwortlich für den FCT ist Annette Gasper. Sie hat ca. 1,5 Jahre diesen City Triathlon vorbereitet. Dabei hat Gasper sehr eng mit der Stadt Frankfurt und anderen Sponsoren gearbeitet. Involviert war auch der ehemalige Profi-Triathlet Jan Sibbersen, der die „Swimnights“ am Langener Waldsee veranstaltete. Dort konnte man die originale Wettkampfstrecke zum FCT abschwimmen und sich Neopren-Anzüge kostenlos zum Testen ausleihen. Anzumerken bleibt, dass sich der Langener Waldsee wohl immer mehr zum Mekka für Triathleten entwickelt.

Insgesamt war der City Triathlon recht gut organisiert, schließlich war es ein Debüt. Auch wenn es einige kleinere Kritikpunkte gibt (z.B. fehlte ein Shuttle-Service zum Start), sollte man diesem Triathlon erst einmal eine Chance geben. In der lokalen Presse spricht man schon vom „kleinen Bruder des Ironman“.

Insgesamt nahmen 25 Spiridonis teil. Viele davon waren der Triathlonabteilung leider unbekannt. Wir alle würden uns freuen, wenn diejenigen sich mal beim Schwimmtraining, Radausflügen oder Lauftreff auch mal zeigen bzw. vorstellen.

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Frank Poggendorff

Erfahrungsbericht Frank Poggendorff (Olympische Distanz)

Schon um 7:15 fiel für mich in der Startgruppe Elite (wg. meiner schnellen Schwimmzeitangabe) der Startschuss am Langener Waldsee. Die Schwimmstrecke kannte ich von den “swimnights“ in- und auswendig. Auch ganz nett mal mit den Leders und Meike Krebs gemeinsam zu starten. Mit ca. 23 Minuten war ich sehr zufrieden. Unserem exzellentem Schwimmtrainer Mario Schmidt-Wendling sei es gedankt. Nach Wechsel ging es dann auf die sehr flache Radstrecke (diese war bei mir laut Tacho ca. 3 km länger ?) Allerdings ist meine Laufzeit mit 38 Min. definitiv falsch, da fehlten wohl 1 bis 2 km. Alles in allem bin ich mit 2:28 im Gesamtklassement unter den Top 10 %, das ist für mich ok.

Verbesserungswürdig an der Organisation ist vielleicht folgendes:

- Einrichtung eines Athleten-Shuttles morgens zum Start nach Langen
- Rad- und Beutelrückgabe muss optimiert werden
- Spätere Startzeiten, damit mehr Zuschauer an der Strecke sind
- Bessere Zeitnahme, d.h. Wechselzeiten extra stoppen und exaktere Km-Abmessung

Dennoch ist dieser Wettkampf im Olympischen Format eine Bereicherung für Frankfurt, in 2011 werde ich wieder dabei sein.

Erfahrungsbericht Sven Georg (Olympische Distanz)

….4:20 Uhr ich bin wach, oder sagen wir besser ich kann nicht mehr schlafen. Draußen ist es dunkel – ich stehe trotzdem auf und begebe mich nach kurzer Morgentoilette zum Treffpunkt mit drei anderen Spiridonis.
Auf der Fahrt zum Langener Waldsee wird es langsam hell – die Temperaturen bewegen sich um die 5°C. Das Wasser hat noch kuschelige 19-20°C. Als bekennender Morgenidiot suche ich mein Rad. Es steht tatsächlich noch am gleichen Platz an dem ich es am Vortag eingecheckt hatte – einem völlig überfüllten Ständer mit zu niedriger Arbeitshöhe. Ich beschließe mit einigen anderen Athleten den freien Ständer gegenüber zu nutzen.
Am Rad ist nun alles ok – auf zur Wettkampbesprechung. Danach Neo anziehen. Mit dem Zuziehen des Reisverschlusses kommt der übliche Psycho-Urin – also wieder raus aus dem Gummi und auf die ToiToi. Dann runter zum See:  Kappe auf, Brille an und ab ins Wasser.
Das übliche Hauen und Stechen findet erst einmal nicht statt. Jedoch nach ca. 1.000 Metern wollen einige Mitschwimmer scheinbar auf meinem Rücken zum Strand. Auch dies vergeht und ich schwimme ans Ufer, laufe den Neo abstreifend zur Wechselzone um meine Füße von Kälte und Sand zu befreien. Gut vorbereitet habe ich den Spiridon-Einteiler schon an und fahre sofort los. Das es auf den ersten Metern noch etwas neblig ist liegt an der total beschlagenen Brille. Aber bei der schnellen Radstrecke erübrigt sich dies schnell. Ich grinse noch in eine Kamera aus einem vorbeifahrenden Cabrio und fange an die  Radstrecke „durchzudrücken“. Nach 46 Km der nächste Wechsel: Ich vertraue mein Carbonrenner einem  Fremden an, der es in einen freien Platz stellt. Wo ziehe ich mich um? Leicht desorientiert finde ich meinen Laufbeutel. Alles drin, sogar noch ein Gel, welches ich aber nicht mehr zu mir nehme. Der Typ bei den Beuteln sagt mir, dass ich mich bitte erst bei den Bänken umziehen soll. Also renne ich mit einem Schuh in der einen und dem Laufbeutel in der anderen Hand zur besagten Stelle, lächle noch einmal in eine Kamera und begebe mich auf die Laufstrecke. Nach zweihundert Metern die ersten Fans: meine Mutter und mein Sohn. Ich rufe ihnen zu und lüge dass es mir super geht. Nach 50 weiteren Metern rügt mich Mario, unser neuer Schwimmtrainer, dass wenn ich noch Luft zum rufen hätte doch lieber schneller laufen sollte. Also weiter auf der Strecke Richtung Ziel. Dieses erreiche ich in für mich sensationellen 43 Min und ebbes. Die Freude wird durch einen Kameraden etwas getrübt, der mir berichtet, dass die Laufstrecke wohl etwas kürzer war. Sei es drum. Mir hat´s  Spass gemacht und ich werde wohl auch im nächsten Jahr noch einmal an den Start gehen. Es wird wieder dunkel sein und wahrscheinlich bin ich wieder müde aber trotzdem glücklich im Ziel.

Erfahrungsbericht Sven Pommerenke (Olympische Distanz)

Auch dieser Wettkampf ist für mich wieder sehr gut gelaufen. Wie gut, dass ich mich im Moment wenigstens auf mich verlassen kann.
Ich startete in der 2. Gruppe, Männer 1, um 7:30 Uhr. So kam ich in den Genuss einer gut zu fahrenden Radstrecke ohne größere Gruppen und einer noch ziemlich freien Wechselzone 2, wo es nach einem kurzen Stopp auf die Laufstrecke ging. Wie schön hier von der Seite mit meinem Namen „angebrüllt“ zu werden (Heike Klause als Kampfrichterin in der Penalty Box kam nicht in den „Genuss“ mich für 2 Minuten aufhalten zu dürfen). Jetzt waren die Helfer (siehe mal Bericht von Meike Krebs) wohl wach genug, um einem die Richtung zu zeigen.
Mein im Vorfeld gestecktes Ziel von 2:35 konnte ich mit 2:25 deutlich unterbieten. Aber an mir lag es nicht wirklich!
Auch wenn ich mich grundsätzlich freue, dass diese Distanz in FFM angeboten wurde, fällt es mir schwer die gravierenden Mängel als Debütsachverhalte abzutun. Die vielen kleinen Pannen und Ärgernisse darf man gerne als Kinderkrankheiten bezeichnen, aber wenn Streckenlängen derart verkehrt sind, wenn die Check-Out Prozedur so dermaßen daneben geht, wenn Helfern erst einmal geholfen werden muss, dann ist das sehr „schade“.

Erfahrungsbericht Heike Dehmer (Olympische Distanz)

Grundsätzlich eine gut gelungene Erstveranstaltung.
Mit meiner Endzeit von unter 3 Stunden bin ich sehr zufrieden, zumal ich seit dem letzten Wettkampf Anfang Juni 2010 kein regelmäßiges Training in allen 3 Disziplinen absolvierte.
Das gute Ergebnis motiviert mich, wieder regelmäßig das Training aufzunehmen. Es hat Spaß gemacht und ich habe mich wohl gefühlt. Danke an die unterstützenden Vereinskollegen an der Rad- und Laufstrecke.

Was ich schade fand, dass die Elitegruppe, welche bereits um 07:15 Uhr startete, in der Innenstadt wenig bis kein Publikum hatte und die Streckenvermessung relativ ungenau war, laut Triahlonszene-Forum: Radstrecke 46 Km und Laufen 8,8 bis 9 Km.

Die Empfehlungen zur Verbesserung von Frank kann ich auch unterstreichen und ich möchte noch ergänzend hinzufügen:
-    Mehr Radpumpen in der WZ 1
-    Größere Beschilderung auf der Laufstrecke (2. Runde, Zieleinlauf)
-    Ist das grüne Armbändchen wirklich erforderlich?
-    Großer Aufwand für eine Olympische Distanz (über 2 Tage: Startunterlagen, Rad Check-in am nächsten Tag Start Wettkampf ohne Shuttle Service)

Ergebnisse
  Pl.  St.nr. Name                Ges.zeit   AK     Geschl. Schw.           Rad             Laufen
 15.   61  Storck, Christian    2:15:12   4. M35   13. M  00:27:26  (41.) 01:14:19  (19.) 00:33:27  (17.)
 39. 1025  Gilbert, Kai         2:21:27   7. M45   36. M  00:32:38 (206.) 01:15:04  (26.) 00:33:45  (20.)
 44.  705  Selbach, Thomas      2:22:56   8. M45   41. M  00:31:40 (161.) 01:14:16  (18.) 00:37:00  (97.)
 62.  542  Pommerenke, Sven     2:25:42  12. M40   58. M  00:30:32  115.) 01:18:05  (81.) 00:37:05 (100.)
101.   51  Poggendorff, Frank   2:28:48  20. M40    6. M  00:28:51  (68.) 01:21:44 (222.) 00:38:13 (152.)
111.  528  Kürschner, Rocco     2:29:52  20. M45  106. M  00:33:36 (255.) 01:17:56  (77.) 00:38:20 (160.)
143.   33  Klause, Andreas      2:31:47  25. M45  137. M  00:31:02 (139.) 01:20:51 (180.) 00:39:54 (267.)
144.  827  Sanzenbacher, Ralf   2:31:58  31. M40  138. M  00:36:37 (465.) 01:16:45  (55.) 00:38:36 (177.)
231. 1090  Sieberger, Gero      2:36:16  41. M35  221. M  00:37:54 (562.) 01:22:27 (248.) 00:35:55 (59.)
232.  732  Georg, Sven          2:36:18  46. M40  222. M  00:32:24 (196.) 01:20:09 (155.) 00:43:45 (518.)
272. 2200  Fröbisch, Juliane    2:38:28   4. W30   11. W  00:31:51 (170.) 01:26:45 (434.) 00:39:52 (262.)
331.  514  Gilbert, Oliver      2:41:54  64. M45   19. M  00:44:28 (871.) 01:20:06 (154.) 00:37:20 (113.)
347.  130  Meier, Markus        2:42:43  69. M45  334. M  00:34:26 (309.) 01:26:48 (438.) 00:41:29 (370.)
494. 1076  Pelzer, Wolfgang     2:49:20  24. M50  467. M  00:43:36 (843.) 01:22:19 (244.) 00:43:25 (496.)
564.   27  Hahn, Christof       2:52:30  32. M50  529. M  00:34:46 (330.) 01:26:00 (399.) 00:51:44 (881.)
567. 2171  Williams, Justine    2:52:40  10. W40   36. W  00:29:12  (78.) 01:38:46 (853.) 00:44:42 (576.)
579. 1335  Dörrie, Henning      2:53:26  84. M30  538. M  00:41:44 (784.) 01:33:51 (721.) 00:37:51 (130.)
587. 2004  Dehmer, Heike        2:53:44  11. W40   43. W  00:37:25 (533.) 01:31:45 (640.) 00:44:34 (563.)
670.  163  Sanchez-Maroto, José 2:57:35 119. M45  609. M  00:38:26 (595.) 01:32:35 (670.) 00:46:34 (676.)
705. 2210  Bestler, Susanne     2:59:26  19. W40   71. W  00:38:31 (599.) 01:35:35 (772.) 00:45:20 (606.)
808.  620  Claus, Michael       3:06:33 132. M45  707. M  00:45:11 (892.) 01:36:37 (798.) 00:44:45 (580.)
809. 2047  Claus-Weiher, Daniel 3:06:42  31. W40  102. W  00:41:49 (792.) 01:39:15 (866.) 00:45:38 (629.)
838. 1113  Krüger, Marcel       3:08:46 113. M30  726. M  00:48:30 (956.) 01:36:13 (787.) 00:44:03 (533.)
839. 2145  Heinemann, Silke     3:09:01  24. W30  113. W  00:39:49 (687.) 01:41:39 (906.) 00:47:33 (720.)
849. 1226  Schmittel, Markus    3:10:40  29. M55  731. M  00:42:59 (835.) 01:39:09 (864.) 00:48:32 (766.)
864. 1209  Lampe, Andreas       3:12:41 143. M45  742. M  00:47:46 (944.) 01:36:36 (796.) 00:48:19 (751.)
906. 2030  Stiebeling, Caro     3:17:37  37. W40   133.W  00:39:10 (641.) 01:43:20 (925.) 00:55:07 (935.)
955. 1040  Heim, Thomas         3:27:23  14. M60  802. M  00:38:09 (579.) 01:42:56 (920.) 01:06:18 (990.)