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Spiridon-Frauen-Triathlon-Mannschaft sichern Aufstieg in die 1. Liga!

Der letzte Liga-Wettkampf in der 2. Hessischen Damenliga am 21. August 2011 in Viernheim würde hart werden, das war den vier Starterinnen Juliane Fröbisch, Jennifer Haak, Giulia Tonel und Elke Fieger von Anfang an klar. Es ging um den Aufstieg in die 1. Hessische Triathlon-Liga (HTL), denn die Gesamtpunktzahlen der Mannschaften für die Tabellenplätze 2, 3 und 4 waren sehr nah aneinander, –Viernheim würde also über den Aufstieg entscheiden. Und das bei einer bekanntermaßen „selektiven“ Radstrecke mit 900 Höhenmetern und richtig steilen Anstiegen bis 15 %, die der einen oder anderen Starterin bereits Wochen vor dem Start schlaflose Nächte bereitete…

2011_viernheim_12011_viernheim_2Der Wetterbericht sah „vielversprechend“ aus: 31° C, Sonnenschein und Gewitterneigung waren gemeldet; bei einem Start um 13:10 Uhr - also mitten in der prallsten Hitze - auf diese Radstrecke zu gehen, klang nach besonders selektiv…! Aber es sollte anders kommen, denn bereits beim Einrichten der Wechselzonen im Waldstadion in Viernheim und am Wiesensee in Hemsbach fing es an zu regnen, es war kühl und unangenehm und sah auch nicht nach Besserung aus.

Bei der Wettkampfbesprechung am Wiesensee wurde dann auch explizit auf die Möglichkeit des Abbruchs der Veranstaltung aufgrund von Unwetterwarnung hingewiesen – das machte gleich Mut! Frierend standen die 4 Damen dann am See, im strömenden Regen bei Neoverbot, und hofften einfach nur noch, dass es losging – denn der See war mit 22° C wie eine Badewanne im Vergleich zur Außentemperatur, die zusammen mit der Nervosität Gänsehaut entstehen ließ!

Geschwommen wurde dann 1,5 km im  Wiesensee mit kleinem Landgang zwischendrin – und alle 4 Damen kamen unbeschadet und schnell in die 1. Wechselzone. Der Regen ließ nicht etwa nach sondern wurde immer schlimmer (von 31° C und Sonne konnte man nur noch träumen).

Also bei strömendem Regen ab aufs Fahrrad, und gleich nach 3 km die erste – lange – Rampe hinauf zur Juhöhe. Sehr schön waren die Anfeuerungsrufe von Sibylle und Thomas Rautenberg direkt unterhalb des „Gipfels“, denn mit Steilstücken bis 15 % mussten einige der Konkurrentinnen bereits hier aufgeben oder schieben, die nasse Straße tat ihren Teil dazu… Die Abfahrt war nicht minder problematisch, konnte man es doch nicht laufen lassen, sondern musste die Kehren mit Vorsicht und gedrückter Bremse nehmen. Zahlreiche Pannen, die den Wegesrand säumten (fast ausschließlich Männer!) erinnerten immer wieder an die drohende Gefahr eines Sturzes. Am 2. Berg wurde es dann zumindest langsam von oben trocken und irgendwann kam sogar die Sonne raus – die Temperaturen stiegen auf sicherlich 28° C  und man fühlte sich wie in einem tropischen Land – heiß, feucht, schwül und stickig. Aber mit wirklich guten Radzeiten für diese schwere Strecke und vor allem sturz- und pannenfrei sind alle vier Mädels dann im Stadion in Viernheim eingetroffen und begaben sich auf die 10 km lange Laufstrecke durch den Wald.

Da es eine Wendepunktstrecke ist, konnte man sich auf der Strecke sogar nochmal zuwinken und anfeuern und sich auch durch die angereisten lautstarken Spiridon-Schlachtenbummler anfeuern lassen, – was nochmal den richtigen Push fürs Laufen gab. Der Zieleinlauf im Stadion war dann menschengesäumt, und die ersten drei Starterinnen (Haak, Fröbisch, Tonel) waren dann so schnell nacheinander im Ziel, dass es alles in allem sogar für den ersten Platz in der Teamwertung gereicht hat – die Mannschaft aus Braunfels wurde damit von ihrem angestammten Platz zum ersten Mal verdrängt, der Aufstieg gesichert und das Preisgeld eingeheimst!

Nicht unerwähnt dürfen Lisa Kratz, Jutta Koch und Sibylle Rautenberg bleiben, die zusammen mit den Starterinnen von Viernheim in wechselnder Besetzung das jeweilige Team bei den 3 anderen Wettbewerben in Darmstadt, Griesheim und Neuental bildeten.

Alle waren wir stolz und glücklich und werden auch nächstes Jahr in der 1. HTL unser Bestes geben!

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Jennifer Haak, Fotos von Stephan Scheibel und Carsten Goldhammer