2012_im_wiesbaden_2Ironman Wiesbaden 70.3 -Rennbericht von Thomas Kuschnitzki

Es war Donnerstag, der 5. April als ich das letzte Mal vor der Abfahrt ins Denia-Trainingslager meine E-Mails checkte. Im Postfach war der Startplatz vom Team Erdinger Alkoholfrei für den Ironman70.3! Hier noch mal ein großes DANKESCHÖN!

Der Ironman 70.3 ist Teil einer Triathlon-Rennserie von weltweit 44 Rennen über die Distanz von 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad fahren und 21,1 km Laufen. Aus der Gesamtdistanz von 113 km bzw. 70,3 Meilen leitet sich der Name ab. In Wiesbaden wird seit drei Jahren auch der Titel des Europameisters vergeben, so dass sich viele internationale Teilnehmer am Start tummeln.

Mein Trainingseifer hatte sich nach dem Ironman stark reduziert und ich versuchte nach einwöchiger Regenerationspause nur meine Form zu halten - außer zwei langen Radausfahrten und einem 10-km-Wettkampf sammelten sich nur stressfreie Kilometer an. Immerhin kamen noch 18 Trainingstage in den letzten vier Wochen zusammen.

In Wiesbaden findet die Wettkampfbesprechung samstags statt. Dies verband ich mit dem Startpapierkram, einem Messebesuch und dem Check-in des Fahrrades.

Am Sonntag klingelte um 05:15 Uhr der Wecker. Nach kleinem Frühstück (Müsli und Kaffee) fuhr mich Jutta nach Raunheim, wo im Waldsee das Schwimmen stattfand. Mein Startschuss erfolgte um 08:15 Uhr. und knapp 250 Starter der Altersklasse 45 - 49 setzten sich in Bewegung. Ich hatte mich in der vordersten Reihe positioniert und kam „ohne Schläge“ bis zur ersten Wendeboje. Dort staute es sich etwas, aber trotzdem lief es sehr gesittet. Beim Landgang nach ca. 800 m war ich mit meiner Zeit leicht unzufrieden und versuchte auf der restlichen Distanz schneller zu schwimmen. Das gelang gut, zeigte doch die Ergebnisliste eine 00:29:59 - wieder eine Punktlandung!

Raus aus dem Wasser und ca. 200 m den Berg hinauf, einmal um die Wechselzone und am Rad den Neoprenanzug ausgezogen, Helm und Startnummer gegriffen und schon war ich auf dem Weg zur Radstrecke, die mich die nächsten drei Stunden über mehr als 1.450 Höhenmeter durch den Taunus führte. Inzwischen schien die Sonne und im Gegensatz zu meinen bisherigen Wiesbaden-Ausfahrten (sei es Training oder Wettkampf) wurde es ein sehr schöner  und später sogar heißer Tag. Ich sammelte einige Konkurrenten am Berg ein und hatte den Eindruck, nicht oft überholt zu werden - trotzdem fand ich kein Mittel, das Tempo durchgängig hoch zu halten. In der zweiten Wechselzone stellte mich die Zeit von 03:08 Stunden überhaupt nicht zufrieden. Aber mein Rad hatte wieder perfekt funktioniert und auch körperlich fühlte ich mich fit.

Mit der schlechten Radzeit im Hinterkopf, redete ich mir ein, dass meine Beine noch in gutem Zustand sein müssten und schlug ein optimistisches Halbmarathontempo ein. Auf dem Vier-Runden-Kurs im Kurpark verschlechterte sich die Zeit pro Runde nur geringfügig und ich erreichte in 01:41:39 und einer Gesamtzeit von 05:25:23 das Ziel. In der Altersklasse belegte ich damit den 55. Rang unter 210 Finishern.

Thomas Kuschnitzki

Ergebnisse

PosAK No Name                Time   O.Pos Swim     Cycle    Run
  5 2022 Frank Schubnell     04:43:52  62 00:27:01 02:45:17 01:25:56
 25 1597 Sven Pommerenke     05:09:18 220 00:31:25 02:55:31 01:36:24

 55 1561 Thomas Kuschnitzki  05:25:23 379 00:29:59 03:08:04 01:41:39

 87  915 Michael Durand      05:39:54 535 00:35:02 03:16:40 01:40:11
105 1990 Christian Wehle     05:50:41 661 00:32:54 03:18:36 01:48:59
125 1612 Ralf Sanzenbacher   06:02:17 809 00:37:16 03:21:09 01:56:22
130 1671 Stefan Pohl         06:05:51 842 00:38:09 03:24:31 01:54:44
136 1511 Oliver Gilbert      06:07:56 869 00:48:35 03:21:03 01:48:46