14. Großglockner Berglauf in Heiligenblut am 21. Juli 2013

Ein erfolgreiches Laufwochenende beim Green Event Kärntens am Fuße des Grossglockners anspruchsvolle Laufbedingungen beim 14. Grossglockner Berglauf 999 gemeldete Starter und neuer Streckenrekord sowohl bei den Herren als auch bei den Damen!

Zum 14. Mal fand am 21. Juli 2013 der Grossglockner Berglauf statt. Die 12,67 km lange Strecke führt durch die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern in einer der schönsten Berglandschaften Österreichs! Start war wieder in Heiligenblut und führte durch alle Vegetationsstufen der beeindruckenden Hohe Tauern bis auf die Kaiser Franz Josef Höhe. Mit 999 Läufer/innen aus 25 Nationen – gab es zwei neue Streckenrekorde! Sowohl der Tagessieger bei den Herren, als auch die Damen Tagessiegerin brachen mit Zeiten von 1:08:18 und 1:21:12 alle bisherigen Rekorde.
Bei den Damen siegte die Österreicherin Andrea Mayr vor den Kenianerinnen Joyce Jemutai und Luca-Wambui Murigi. Somit belegte Murigi – die Vorjahressiegerin – Platz 3. Bei den Herren ging der Sieg an Petro Mamu (Eritrea), den amtierenden Berglauf-Weltmeister, ich hatte die Ehre ihm die Hand zu schütteln! Der Vorjahressieger Geoffrey Gikuni NDUNGU (Kenia) belegte Platz 2, dicht gefolgt von Isaak Toroitich KOSGEI (Kenia). Bester Kärntner mit Startnummer 10 war Robert Stark – er belegte Platz Nummer 7 mit einer Zeit von 1:20:46.
Und ein Spiridoni war dabei – ICH, Harry Lange! Es war eine Hitzeschlacht dieses Rennen, denn es startete bei über 24 Grad in Heiligenblut und die Sonne knallte. Ich brauchte für die Strecke mit meiner starken Sehbehinderung 2h31min, ließ damit aber noch über 300 LäuferInnen hinter mir. Die Strecke ist wunderschön, sie hat wohl ihre Fallen und Engpassagen, im Verglich zur Zugspitze ist sie kürzer und die harten Passagen sind nicht ganz so lang – aber genauso hart! Das Event an sich ist sehr familiär und herzlich, alle LäuferInnen auf der Strecke sind rücksichtsvoll und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Die Hitze machte unseren Kenianischen Freunden natürlich nichts aus und entsprechend liefen sie auch die Strecke. Letztes Jahr waren es wiedrigere Bedingungen bei Regen, Matsch und Kälte, was mir wieder eher zusagt. Der Grossglockner zeigte sich in seiner ganzen Pracht im strahlensten Sonnenschein, ab ca. 2000m wurde die Luft dann angenehm und man konnte recht gut laufen. Auf den vermeintlichen Flachpassagen sind böse Stolpersteine die gerade so hoch sind, dass du den Fuß nicht drüber heben kannst und stolperst. ABER wir sind hier auf einem Berglauf und nicht beim Frankfurt Citymarathon! Der Zieleinlauf ist bombastisch und jeder wird hier gefeiert. Auf der After Race Party im Ort, der übrigens mit seinen Hotels, 2 Einkaufsläden, einem Souvinierladen, einer Pizzaria, dem Intersport und einer Bar recht überschaubar ist, kann man sich gemütlich im Gemeindesaal eine Präsentation des Laufs anschauen mit eindrucksvollen Bildern und bei netter Musik wird gefachsimpelt und gefeiert! Ob auch Leute in Heiligenblut leben? Na klar, meist wenn man herumläuft sieht man zahlreiche Häuschen. Ich selbst hatte eine 7 ½ Stündige Zugfahrt und habe weder meine Tasche ausgepackt noch sonst etwas – Zeug in die Ecke gefeuert, Laufschuhe an, Gebiet erkunden! Es ging logischerweise gleich bergan und auf 1300m ist die Luft auch eine andere. Schöne kleine Bauernhöfe und Häuschen – ein kleines schönes Bergdorf das einen Besuch wert ist und eins kann ich euch sagen: Dieses Paradies dort ist mit Geld nicht zu bezahlen….
Sportliche Grüße
Euer Harry Lange

2013 lange grossklockner