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Marathonstaffel in Mörfelden am 19. Januar - Saisonstart in Mörfelden-Walldorf

Die noch junge Wintersaison 2014 fängt für Spiridon erfolgreich an. Bei der 37. Auflage der traditionsreichen Marathonstaffel in Mörfelden-Walldorf siegte die Männer-Leistungsgruppe gegen starke Teams wie Skills 04 und den ASC Darmstadt.

Im Feld der 123 Staffelteams behaupteten sich die Herren Christoph Silbach, Markus Heidl, Torsten Behnke und Steffen Kothe (0:37:46/0:37:05/0:36:44/0:35:52) mit einer Gesamtzeit von 2:27:27 und erreichten für Spiridon Frankfurt den 1. Platz. Zusätzlich holten die Herren Buhne, Kroninger, Häfner und Goldhammer mit einer Gesamtzeit von 3:01:45 den dritten Platz in der Wertung M200 (kumuliertes Alter der Teilnehmer), hier kam es zu einem ereignisreichen Finish gegen die Herren der Spiridon 3 (mehr dazu im inoffiziellen Bericht).

Theorie: vier Teilnehmer/innen (Mixed, Damen, Herren) absolvieren die 10,55 KM lange Runde und übergeben bei Start/Ziel den Chip, vorausgesetzt der übernehmende Teamkollege befindet sich rechtzeitig in der Wechselzone, was - wie man mehrmals beobachten konnte - nicht allen Teilnehmern reibungslos gelang, sodass gelegentlich Läuferinnen und Läufer ihren Einsatz im Orchester verpassten .

Zu den Rahmenbedingungen: Die Strecke ist anfangs leicht abschüssig und gegen KM 6-8 leicht ansteigend, aber keine richtigen Hügel wie bspw. im Frankfurter Stadtwald. Das Wetter war trocken, sodass die gut befestigten Waldwege gute Bedingungen bereiteten.

Ein besonderer Dank geht von allen Spiridonis an Volker Schmitt, der durch die Übernahme der Orga die Teilnahme für unsere Teams perfekt gemacht hat.

Soweit die offizielle Berichterstattung, hier der Bericht eines Läufers an vierter Staffelposition:

Da war er wieder – das Event zum Jahresauftakt – die Marathonstaffel in Mörfelden oder wie ich vor einigen Jahren von Werner Bohr lernen durfte – die Anlageninventur zum Anfang einer Saison.

Die Mannschaft besteht dieses Mal aus: Marco Erb, Christian Schories, Justin Pawlowski und MKM. Wir trafen uns bereits zur Abfahrt um viertel vor acht am Hauptbahnhof, genauer gesagt am Gleis 25 , um das Mörfelder Waldstadion anzusteuern. Nachdem wir uns vor zwei Wochen angemeldet haben, war ich – und wie sich in beiläufigen Gesprächen herausstellen sollte auch der Großteil des Teams – genau zwei Mal laufen. Aber okay – ich folge dem Bohr‘schen Grundsatz und schaue was heute geht. Zumindest die Ausrede, man sei vielleicht „übertrainiert“, konnte heute nicht ziehen. Bei Ankunft stellten wir die Reihenfolge fest. Ich starte als letzter und vierter Läufer und freute mich auf einen komplett einsamen Lauf im Wald.

Im Laufe des Wettkampfs erreichte unser lieber Webmaster Carsten Goldhammer das Mörfelder Waldstadion und teilte mir gleich mit, dass er auch als vierter Läufer unterwegs sein wird. Ja super, mit ihm kann ich laufen. Die „Staffel“ bzw. Chipübergabe klappte um ca. 11:16 einwandfrei mit Justin, der schon exzellente Vorarbeit leistete und einen Vorsprung zum nachrückenden M 200-Team erarbeitet hatte. „In motion“ musste nun der Chip irgendwie ans Handgelenk kommen, dabei noch die Garmin auslösen und noch den Weg aus dem Stadion finden – das gute Ding hing dann nach 50 Metern am Handgelenk und auf den ersten 500 Metern überholte mich ein Wiesbadener.

Der Wiesbadener Staffelläufer lief nun 20-30 Meter vor mir im gleichen Tempo und die nächsten drei KM lang „koa wuzz im Wald“. Aber dann stand er bei KM 4 auf einmal neben mir – der Goldhammer! Mentaler Schlag: Na geil – der lässt mich jetzt hier im südhessischen Wald stehen und die Vorarbeit der Jungs war hin. Wir liefen auf die Wendemarke zu, Carsten fragte mich nach der aktuellen Pace, die bei 4:20 lag und wir hatten immer noch diesen Wiesbadener vor uns. Auf dem Weg zur Wende begegneten wir einigen, aber ich hatte nur Augen für den Wiesbadener und spornte Carsten an dran zu bleiben. Stop and Go nach einer 180 Grad-Drehung und wir motivierten uns gegenseitig. Bei KM 6 hatten wir den Wiesbadener erreicht und überholt. Es ging weiter und wir holten noch drei, vier Läufer ein.

So sind Carsten und ich in die letzte Schneise abgebogen und passierten die 10 KM-Marke. 500 Meter noch – davon 250 Meter auf der Bahn. Bis zum Start dachte ich, dass dieser Lauf unspektakulär wird, aber durch Carstens Präsenz feuerten unsere Teammitglieder uns beim Einlauf an. Na gut, Kickdown und lass uns mal schauen was noch geht. 150  Meter habe ich reingehauen, der Puls ist unbeschreiblich hoch, die Beine brennen, ich wage einen kurzen Blick nach hinten und plötzlich sehe ich zwischen Carsten und mir ein schwarzes (Wiesbadener?) Oberteil. Durch den lauten Zuruf meines Kollegen Justin P. war ich dann gezwungen noch den Aero-Modus zu aktivieren, um uns Platz 20 zu sichern.

Im Zielbereich war ich einfach nur glücklich über diesen guten Verlauf. Carsten und ich bewiesen absoluten Teamgeist, zogen uns gegenseitig im soliden Tempo und die Senioren holten somit noch den dritten Platz. Es war mal wieder ein super Teamevent.

Marco Ken Möller, Fotos von Marco Ken Möller und Carsten Goldhammer

Webseite des Veranstalters mit Ergebnisliste: www.lg-mw.de

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Einlaufplatz, Team

1. Spiridon Frankfurt 1
Silbach, Heidl, Behnke, Kothe
(0:37:46/0:37:05/0:36:44/0:35:52)   2:27:27


11. Spiridon Frankfurt 2

Wittrock, Weber, Straus, Berthou
(0:37:21/0:41:28/0:48:03/0:41:28)   2:48:20


26. Spiridon Frankfurt Seventies Chases Eighties

Erb, Schories, Pawlowski, Möller
(0:46:13/0:45:20/0:44:24/0:45:39)   3:01:36


28. Spiridon Frankfurt 3

Buhne, Kroninger, Häfner, Goldhammer
(0:44:16/0:46:58/0:45:09/0:45:22)   3:01:45


55. Spiridon Frankfurt 8

Wünnenberg, Bittlingmeier, Schmitt, Höhle,
(0:50:05/0:52:21/0:46:19/0:52:20)   3:21:05


56. Spiridon Frankfurt 7

Lee, Brandt, Veeck, Walz
(0:48:48/0:57:37/0:47:07/0:47:50)   3:21:22


87. Spiridon Frankfurt 6

Suknovic, Suknovic, Oehmicke, Hilberer
(0:54:36/0:58:41/0:53:37/0:55:47)   3:42:41


96. Spiridon Frankfurt Damen 1

Chwalisz, Bruder, Metzing, Kraft
(0:54:02/0:55:57/0:52:23/1:05:03)   3:47:25


116. Spiridon Frankfurt 5

Houben, Lösche, Lösche, Lösche
(0:54:35/1:00:32/1:07:47/1:10:40)   4:13:34